Ateliergemeinschaft FARB-KUNST-RAUM
                                                   Werkstatt für expermentelle Malerei und Objekte

Zur Person   -   Ausstellungen   -   Künstlerische Arbeiten

Veronika Strelau-Rückel

"Das Leichte, das so schwer zu machen ist."
  (Pablo Picasso)

Meine Bilder sind wie Tagebücher, sie erzählen von dem was mich bewegt und berührt - Geschichten und Gefühle. Es geht dabei um das Lebensdrama in seiner gesamten Fülle: den Enttäuschungen, Verletzungen, und gesellschaftlichen Entwicklungen.
Ich verstehe meine informelle Malerei als einen vielschichtigen Prozess, dessen Verlauf und Entwicklung einer fortwährenden Veränderung unterliegt – eine Abfolge von Aufbrüchen und Verwerfungen. Malerei als ein beständiges sich Ablagern und Verdichten künstlerischer Energie, auf dem Weg zu einem Bild.
Aber - die schönen Motive, Farbflächen und glänzenden Oberflächen meiner Malerei können über den Widerspruch zwischen der Fassade des „schönen Scheins“ und der erlebten harten, gesellschaftlichen Realität nicht hinwegtäuschen. Genaues Hinsehen und Vergleichen lohnt sich.

So vielschichtig wie die Themen sind auch meine zur Zeit bevorzugten Materialien - Wachs, handgeschöpftes Büttenpapier und der Farbstoff Cochenille. Diese drei Materialen haben viele Gemeinsamkeiten: sie sind empfindlich, reagieren auf Reize, verändern ihre Konsistenz, und sind unberechenbar und das künstlerische Ergebnis nicht immer planbar.

Das Wachs.  ein fragiles und doch festes Material, durchscheinend oder deckend, flüssig oder fest, verwendbar als Untergrund oder als Farbe selbst. Und das Medium Papier mit seiner ganz eigenen Charakteristik, das offen für jedes Experiment in Malerei und Zeichnung ist, Material, das nicht Respekt verlangt, wie eine weiße Leinwand. Trotz ihrer Fragilität und Zerbrechlichkeit sind diese Materialien zäh, ausdauernd und langlebig und können Jahrhunderte überdauern, wenn der Mensch es schützt und mit ihnen behutsam umgeht.